Informationen über Kenia

Kenia grenzt im Norden an den Sudan und an Äthiopien, im Osten an Somalia und den Indischen Ozean, im Süden an Tansania und im Westen an den Victoriasee sowie an Uganda. Der Staat weist eine Fläche von 582 646 Quadratkilometern auf. Die als Ilemi Triangle bezeichnete Region im Nordwesten Kenias wird von der Republik Sudan beansprucht.

Geographie 
Kenia gliedert sich in verschiedene fest umrissene topographische Bereiche, die sich vom Indischen Ozean bis in Hochgebirgsregionen mit Höhen über 3 000 Meter über dem Meeresspiegel erstrecken. Von den tief gelegenen Küstenebenen steigt das Land allmählich auf ein breites und trockenes Plateau an, das fast den gesamten Norden und Osten des Landes umfasst. In der Landesmitte befinden sich gewaltige Bergketten vulkanischen Ursprungs mit dem Mount Kenya (5 199 Meter) als höchste Erhebung. Weiter westlich liegt die gewaltige Senke des Ostafrikanischen Grabensystems (Rift Valley), die durch steile Felswände begrenzt ist. Die wichtigsten Flüsse in Kenia sind der Tana und der Galana (am Oberlauf auch als Athi bezeichnet). Der Turkanasee (früher Rudolfsee) liegt fast vollständig auf kenianischem Gebiet; daneben gehört zu Kenia auch ein Teil des Victoriasees.

Städte 
Nairobi ist mit etwa 1,90 Millionen Einwohnern (1996) Hauptstadt und größte Stadt Kenias. Die wichtigste Hafenstadt ist Mombasa (465 000), die sich zum größten Teil auf einer dem Land vorgelagerten Insel gleichen Namens befindet. Zu den weiteren wichtigen Städten gehören Kisumu (185 100), Hafenstadt am Victoriasee und Hauptstadt der Provinz Nyanza; Nakuru (150 000), Hauptstadt der Provinz Rift Valley, sowie Eldoret (104 900), ein Eisenbahnknotenpunkt nordöstlich von Kisumu.

Flora und Fauna

Die Flora Kenias ist äußerst vielfältig. In den Küstenwäldern finden sich Palmen, Mangroven, Teakbäume, Kopalfichten und Sandelholzbäume. In den Tiefländern bis zu einer Höhe von etwa 900 Metern kommen Affenbrotbäume, Euphorbien (siehe Wolfsmilchgewächse) und Akazien vor. Typisch für die Vegetation in Höhenlagen zwischen 900 und 2 700 Metern sind weiträumige Savannen (Grasländer), die durch vereinzelte Akazien- und Papyruswälder aufgelockert werden. Zu den wichtigsten Arten im dichten Regenwald an den östlichen und südöstlichen Berghängen des Landes gehören Kampferbäume und Bambus. In der alpinen Vegetationszone (oberhalb etwa 3 500 Meter) finden sich große Pflanzen der Gattungen Kreuzkraut und Lobelie.

Tierwelt in Kenia

Kenia ist berühmt für seine reichhaltige Tierwelt, insbesondere wegen der Großsäuger in den Savannen. Dazu gehören Elefanten, Nashörner, Büffel, Zebras, Gazellen, Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparde, Wildhunde, Hyänen und Schakale. Grüne Meerkatzen sind vielerorts anzutreffende Primaten. Die meisten dieser Tiere leben zwar geschützt in Nationalparks und Wildreservaten, dennoch haben Wilderer die Bestände großer Säugetiere wie Elefanten und Nashörner beträchtlich dezimiert. Auch die Vogelwelt Kenias ist artenreich, u. a. leben hier Strauße, Flamingos, Schuhschnäbel, Marabus, Nashornvögel und verschiedene Eisvogelarten; eine bemerkenswerte kenianische Vogelart ist der braun gefärbte Hammerkopf.

Bevölkerung

Fast 99 Prozent der kenianischen Bevölkerung sind Schwarzafrikaner. Daneben gibt es kleine Minderheiten von Asiaten (insbesondere Indern), Europäern und Arabern. Die Schwarzafrikaner gliedern sich in mehr als 30 ethnische Gruppen. Zu den größten Gruppen gehören die bantusprachigen Kikuyu (21 Prozent der Bevölkerung), die Luhya (14 Prozent), die Kamba (11 Prozent) sowie die nilotischsprachigen Luo (13 Prozent) und die paranilotischsprachigen Kalendschin (11 Prozent).

Sprache & Relegion

In Kenia sind vier Sprachfamilien verbreitet: Bantusprachen (wie etwa die Amtssprache Swahili), nilotische Sprachen, paranilotische Sprachen und kuschitische Sprachen. Swahili hat sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer der bedeutendsten Verkehrssprachen des afrikanischen Kontinents entwickelt. Die wichtigste Verkehrssprache ist Englisch. Schätzungen zufolge handelt es sich bei 38 Prozent der Einwohner Kenias um Protestanten, bei 28 Prozent um Katholiken und bei 6 Prozent um Muslime. Die übrige Bevölkerung gehört meist einer der zahlreichen traditionellen Religionen an.

Zum Klima

Kenia wird durch den Äquator in zwei annähernd gleich große Hälften gegliedert. Das Klima ist aufgrund der äquatorialen Lage, abgesehen von Hochlagen, heiß und im Norden verhältnismäßig trocken. Die Südregion ist in drei Klimazonen geteilt. An der Küste ist es feucht; die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen zwischen etwa 24,4 °C im Juni und Juli und etwa 27,8 °C im Februar, März und April. Das Klima im Hochland ist gemäßigt, in der Region des Victoriasees tropisch. Die Regenzeit fällt in die Zeiträume Oktober bis Dezember sowie April bis Juni.

Die beste Reisezeit

Es gibt in den Parks normalerweise zwei Regenzeiten, eine kurze im November und Dezember und eine heftigere im April und Mai, aber die Übergänge sind fließend und nicht immer mit Bestimmtheit anzugeben. In der Masai Mara können die beiden Regenzeiten zu einer einzigen verschmelzen, die von November bis Mai dauert. Dafür entschädigt bis zu einem gewissen Grad die Tatsache, dass außerhalb der Hauptreisezeit, d.h. vom 1.4. bis 30.6. und z.T. in der Vorsaison zwischen dem 1.7. und 30.11. die Preise der Lodges und Zeltcamps stark sinken. Generell kann man während der Trockenzeit mehr wilde Tiere zu Gesicht bekommen, weil das Gras nicht hoch steht und sie gezwungen sind, sich um die wenigen Wasserstellen zu scharen. Wenn die Regenzeit eingesetzt hat und die Zahl der Wasserlöcher zunimmt, verschwinden die Tiere wieder tief im Busch.